Ursachen und Risikofaktoren für Brustkrebs

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Ursachen und Risikofaktoren für Brustkrebs

Die Zahl der jährlich an Burstkrebs erkrankten Frauen steigt stetig an, so sind es beispielsweise in Deutschland jährlich an die 57.000 Frauen. Fast könnte man meinen, Brustkrebs habe sich zu einer Art Trenderkrankung entwickelt, welche noch vor 50 Jahren weder thematisiert noch näher beleuchtet wurde. Die genaue Ursache ist auch bei Brustkrebs wie bei allen anderen Krebsarten unbekannt. Das Mammakarzinom, wie es in fachkundigen Kreisen auch genannt wird, ist eine bösartige Erkrankung des Drüsengewebes der Brust, mit ernsten Folgen für die Gesundheit der Frau. Befinden sich die Tumorzellen nicht nur in der Brust, sondern auch im umliegenden Gewebe, werden sie als invasive Tumore bezeichnet. Und auch wenn in der heutigen Zeit viele der an Brustkrebs erkrankten Frauen geheilt werden können, hat die Krankheit kein bisschen von ihrem Schrecken verloren. Auch wenn die genauen Ursachen für diese zumeist Frauen betreffende Krankheit noch weitgehend unklar sind, so weiß man aber zumindest, das Quetschen, Stoßen und Anfassen der Brust noch lange keinen bösartigen Tumor verursacht und schon gar nicht kann man sich anstecken. Dafür hat man in langjähriger Forschungsarbeit aber herausgefunden, dass Frauen mit bestimmten Risikofaktoren häufiger an Brustkrebs erkranken als andere. Zu diesen Risikofaktoren gehören:

Der Genuss von Nikotin

Tabakkonsum und das Rauchen erhöht nicht nur das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, sondern generell alle Arten von Tumoren im menschlichen Körper werden durch das Rauchen eher gefördert als unterdrückt.

Das Alter

Wenn eine Frau älter wird, nimmt die Gefahr an Brustkrebs zu erkranken zu – je älter sie wird desto höher die Gefahr. Dem größten Risiko sind Frauen jenseits der 60 ausgesetzt – hier ist die Gefahr zu erkranken am größten.

Krankhaftes Übergewicht – Adipositas & falsche Ernährung

Wenn Frauen vor allem nach der Menopause an starkem Übergewicht leiden und adipös (fettleibig) sind, sind diese Frauen einem erhöhten Risiko ausgesetzt an Brustkrebs zu erkranken. Adipös zu sein bedeutet einen BMI von über 30 zu haben.

Erbliche Vorbelastung:

In manchen Familien tritt Brustkrebs gehäuft auf. Erblich bedingter Brustkrebs ist allerdings relativ selten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass etwa fünf bis zehn von hundert betroffenen Frauen die Anlage für den Brustkrebs von der Mutter oder dem Vater geerbt haben. Auch an die eigenen Kinder kann dieses Risiko wieder weitergegeben werden.

Risikofaktor Hormone:

Die weiblichen Hormone Östrogene spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Brustkrebs. Je länger diese weiblichen Geschlechtshormone auf die Brust einwirken, desto höher ist später das Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Wenn Mädchen vor der ersten Regelblutung unter 12 Jahren waren, sie nie ein Kind zur Welt gebracht haben, oder erst nach dem 30. Geburtstag ein Kind zur Welt gebracht haben und dann noch dazu spät in die Wechseljahre kommen, wird das Risiko noch zusätzlich erhöht.

Kurios: Linkshändigkeit

Tatsächlich haben bereits mehrere Studien ergeben, zuletzt im Jahr 2007, dass linkshändige Frauen häufiger an Brustkrebs erkranken als rechtshändige. Die Mechanismen dahingehend sind aber noch weitestgehend ungeklärt.

Hoher Strahleneinfluss

Eine hohe Beeinflussung von ionisierender Strahlung (Röntgen) in jungen Jahren erhöht ebenfalls das Brustkrebsrisiko. Mammographie – Untersuchungen bei Frauen über 40 Jahren führen aber zu keinem bedeutsamen Risiko mehr.

Grundsätzlich ist es bei einem Mammakarzinom immer am wichtigsten dieses rechtzeitig zu erkennen und zu diagnostizieren um zeitgerecht einer Brustkrebs Therapie beginnen zu können. Die Medizin ist auf diesem Gebiet heutzutage schon so weit fortgeschritten, dass es gute Heilungschancen gibt. Auch ist es wichtig, sich der Risikofaktoren bewusst zu sein, aber auch gleichzeitig zu wissen, dass nicht alle Frauen mit den genannten Risikofaktoren zwingend an Brustkrebs erkranken. Tasten Sie Ihre Brust in jedem Fall regelmäßig ab umso auf eventuelle Veränderungen in Ihrer Brust aufmerksam zu werden. Großartiges hat man in Punkto Brustkrebs – Früherkennung im deutschen Nordrhein Westfahlen eingeführt:

Die Brustkrebs–Früherkennung durch Blinde

Auch wenn es noch so unwahrscheinlich klingt, blinde Menschen können bei der Früherkennung von Brustkrebs maßgebend behilflich sein, denn diese verfügen in der Regel über einen überdurchschnittlich gut trainierten Tastsinn. Die besondere Gabe hat man sich bei der Früherkennung von Brustkrebs bereits zu Nutze gemacht. Im Rahmen des in Nordrhein-Westfalen angesiedelten Modellprojektes „Discovering hands“ (Entdeckende Hände) wurde der Ausbildungskurs der Medizinischen Tastuntersucherin geschaffen und gilt nun als einer der vielen Entwicklungsschritte in Sachen Brustkrebs.

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